Ralf Lindenau – Vita

 

  „Ich bin Künstler. Ich darf das!“

 

Wer sagt, dass Fotos „scharf“ sein müssen? Wer sagt, dass Fotos eine „gegenständliche Aussage“ beinhalten müssen? Und wer sagt, dass die Fotografie nur „ein Wimpernschlag der Realität“ sei oder gar statisch still sein muss?

Bereits während meiner Lehrzeit zum Werbe- und Industriefotografen, wuchs in mir das Gefühl, dass das perfekte Ablichten gegenständlicher Motive, diese Art der Bildsprache, nur ein Anfang sein kann. Es musste für mich noch eine weitere Ebene geben, die mir gezielt ermöglicht meine Emotionen und subjektive Wahrnehmungen der Dinge mit dem Medium Fotografie zum Ausdruck zu bringen. Dieser Anspruch treibt mich bis heute an. Und obwohl es von meiner ersten Ausstellung bis zu meinen heutigen Werken ein langer Weg war, so sehe ich mich längst noch nicht am Ende dieser Reise.

Zudem liebe und verehre die abstrakte Malerei und hege eine ausgeprägte Affinität zu den großen und kleinen Meistern verschiedenster Kunstepochen. Daher ist es mein Bestreben diese Stile in meine Arbeiten mit aufzunehmen und fotografisch umzusetzen.

In meinen aktuellen Werken arbeite ich zwischen zwei Welten. Eine Neuinterpretation des Neo-Pictorialismus bei der der Statik der klassischen Fotografie die Dynamik bewegter Bilder gegenübersteht. Durch Licht- und Kameratechniken strebe ich eine Symbiose an, die beide Welten in einem einzigen Bild vereint und deren Fragmente in Form und Farbe zu etwas völlig Neuem verschmelzen.

Meine Motive bzw. Inszenierungen zu meinen Werken finde ich in der Natur, der Industrie, der Architektur, aber auch oft einfach im Atelier oder auch schon mal in meiner Küche sowie unter den Spielsachen meiner Kinder. Genau erklären kann ich das nicht. Es ist die Mischung verschiedenster Gegenstände und Techniken, die in meinen Bildern zum Tragen kommen, so lange bis es meiner Vision entspricht und ich damit zufrieden sein kann.

Schrill und bunt, mystisch oder obskur, mal laut, mal leise. So wie ich es gerade sehe.

Bei meinen Werken denke ich „Groß“. Sie sind alle großformatig angelegt, so dass Abzüge weitgehend bis zu einer Seitenlänge von 270 cm möglich sind.

Meine Arbeiten sind grundsätzlich mit einer 20er Auflage streng limitiert.

Um den Betrachter meiner Werke völlig frei seinen Assoziationen und Eindrücken zu überlassen, benenne ich meine Bilder nicht, sondern verwende Werksnummern.

 

(Ralf Lindenau, Mai 2018)

 

VITA

 

  • 1974: Dreimonatige Foto AG an der IGS Köln Höhenhaus; Themenschwerpunkte: Entwicklungs-, Vergrößerungs- und Aufnahmetechniken
  • 1981 – 1983: Assistent bei Annelies Hazelhoff-Scholtz (†1998), Sarasota, Florida – Niederländische Fotokünstlerin mit Ausstellungen in Europa & USA
  • 1981 – 1983: Leistungskurs in Kunst an der Riverview High School Sarasota, Florida; Diverse Gemeinschaftsausstellungen (Öl, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen)
  • 1985 – 1988: Ausbildung zum Fotografen (Schwerpunkt: Werbung, Industrie und Architektur) in Köln
  • 1988 – 1990: Freier Mitarbeiter bei den Zeitschriften „Surf“ und „Surf Magazin“ sowie dem Life-Style-Magazin „TOP-Cologne“
  • 1995 – 1996: Künstlerische Schaffensperiode, Vorbereitung von Ausstellungsobjekten
  • 1996: Einzelausstellung in der Galerie Haak, Köln
  • 1996: Einzelausstellung im Maritim Köln, im Rahmen einer Charity-Veranstaltung zugunsten leukämiekranker Kinder; Schirmherrin: Frau Hannelore Kohl, Organisatorin: Frau Charlotte Feindt
  • 1996 – 2014: Freiberuflicher Fotograf – Schwerpunkt Werbung und Industrie: Layouts, Text, Grafik, digitale Druckvorlagen, CD, Webdesign
  • 2014 – 2017: Künstlerische Schaffensphase – Entwicklung  und Umsetzung neuer Aufnahmetechniken zur Realisierung von abstrakten Fotografien
  • 10.2017: Vertragsunterzeichnung mit Galerie Ahlemann für exklusives Vertretungsrecht der abstrakten Fotokunst
  • Lebt und arbeitet in Köln