Marionette Isabel Perón

Argentiniens Staatspräsidentin Isabel Perón steht am Fenster ihres Palastes und schaut auf den Plaza de Mayo. Dort protestieren erneut Studenten mit Bannern und Megaphonen. Isabel ist eine einsame Frau, seit ihr Mann Juan Perón vor 2 Jahren gestorben ist und sie überraschend zur Präsidentin erklärt wurde. Sie war Tänzerin, als sie Juan kennenlernte. Was weiß sie denn von Politik und Wirtschaft?

Sie ist eine Marionette. Jeden Tag lässt man sie spüren, dass sie nicht über das Charisma Evita Peróns verfügt, der zweiten Frau ihres Mannes. Das Volk verehrt Evita, obwohl schon über 20 Jahren tot, immer noch wie eine Heilige. Das kränkt Isabel. Und verstärkt ihre Einsamkeit.

Die explosive Gefahr ihrer Regierungskrise erkennt sie nicht. Sie ist eine Perón. Und hält sich für unangreifbar.

Galerie Ahlemann zeigt ein abstraktes Foto des Fotokünstlers Thomas Bienert auf dem in überwiegend orangen, gelben und schwarzen Farben zentriert ein ikonisch wirkender Frauenkopf zu sehen ist.
Marionette Isabel Peron

BUENOS AIRES 24. MÄRZ 1976

Militärputsch

5 Jahre Hausarrest für Isabel Perón.

Mehr als 30.000 Tote während der Militärdiktatur bis 1983.